Großzügiges Vermächtnis (Artikel vom 30.10.2020 im Reutlinger Generalanzeiger)

Ilse Herrmann und Heinz Wilhelm Bücker lebten ein einfaches Leben. Sie war Damenschneiderin, er Bauingenieur. Umweltbewusst waren sie, ein Auto besaßen sie nie. Tagesausflüge wurden mit der Bahn unternommen – und freilich mit mitgebrachtem Vesper. So zumindest beschreibt Rose Zürn das Paar aus Dußlingen, das sie über viele Jahre hinweg betreut hat. Auch ihr ist es – als zentrale Mittlerin – zu verdanken, dass die Stiftung Hospiz Veronika sich jetzt über einen hohen fünfstelligen Betrag freuen kann.

Frau Schnitzer blüht wieder auf (von Christine Keck)

In Zeiten der Corona-Krise ist das Sterben noch einsamer geworden. Nur wenige Angehörige dürfen die Todkranken begleiten. Im Hospiz Veronika in Eningen ist das anders.

Was trotz allem gut ist

Seit einigen Wochen ist auch das Leben und Arbeiten in den Eninger Pflegeeinrichtungen, den Seniorenzentren Frère Roger und St. Elisabeth sowie dem Hospiz Veronika, wesentlich vom Coronavirus bzw. den Schutzmaßnahmen vor diesem geprägt. Bereits am 10. März wurden die Besuchsmöglichkeiten eingeschränkt, seit dem 17. März gilt aufgrund einer Verordnung der Landesregierung ein grundsätzliches Besuchsverbot. In begründeten Einzelfällen sind Besuche weiterhin möglich, z.B. zur Begleitung in der letzten Lebensphase. Mit den An-gehörigen der Hospizgäste werden seitdem individuelle Absprachen getroffen. Alles weitreichende, aber sinnvolle Maßnahmen, um die besonders gefährdete Gruppe unserer Bewohner*innen und Gäste vor einer Infektion zu schützen.

Sorgenetz statt Selbstaufgabe

Großer Andrang beim Hospiz-Fachtag in Eningen. Angehörige sind Träger wertvollen Lebenswissens

Den Geist weitertragen

In Eningen geht eine Ära zu Ende: Das Duo Hufnagel und Spohn geht. Die Nachfolger wollen die Einrichtung weiter stärken.

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